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Krebstiere – eine Delikatesse mit Vorsicht
Krebstiere gelten als edle Meeresfrüchte und sind aus vielen Küchen nicht wegzudenken. Doch für manche Menschen können sie zur echten Gefahr werden: Krebstiere zählen zu den häufigsten Auslösern von Nahrungsmittelallergien.
Das Problem liegt im Muskelprotein Tropomyosin, das auch nach dem Kochen seine allergene Wirkung behält. Schon kleinste Mengen – sei es durch Verzehr, Hautkontakt oder sogar Dampf beim Kochen – können bei empfindlichen Personen starke Reaktionen auslösen: von Hautausschlägen und Magenbeschwerden bis hin zu Atemnot und schweren allergischen Schocks.
Besonders tückisch: Wer auf Krebstiere allergisch reagiert, zeigt oft auch Kreuzreaktionen mit anderen Meeresbewohnern wie Muscheln oder sogar mit Hausstaubmilben.
Vorkommen und Einsatz
Krebstiere wie Garnelen, Krabben, Hummer und Langusten sind nicht nur kulinarische Delikatessen – sie spielen auch eine wichtige Rolle in der Lebensmittelindustrie und darüber hinaus.
Krebstiere stammen aus Meeres- und Binnenfischerei sowie aus Aquakultur in Salz-, Brack- oder Süßwasser. Besonders verbreitet sind Garnelen und Krabben, die weltweit gefangen oder gezüchtet werden. In Küstenregionen gehören sie zum festen Bestandteil der lokalen Küche, während sie in Binnenländern eher als Spezialität gelten.
Krebstiere werden in vielfältiger Form angeboten:
- Frisch oder tiefgefroren, ganz oder in Teilen (z. B. Scheren, Schwänze)
- Blanchiert oder gekocht, oft in Salaten, Suppen oder Saucen
- Verarbeitet zu Erzeugnissen wie Krebsbutter, Shrimps-Paste, Surimi oder Kroepoek 2
Besonders in der asiatischen Küche sind sie häufig Bestandteil von Gewürzpasten und Fonds, oft auch in versteckter Form, was für Allergiker problematisch sein kann.
Interessant zu wissen
Krebstiere im industriellen Einsatz
Neben ihrer Rolle als Lebensmittel werden Krebstiere auch industriell genutzt: Aus ihren Schalen wird Chitin gewonnen – ein vielseitiger Naturstoff, der unter anderem in der Kosmetik, Medizin, Landwirtschaft und sogar für biologisch abbaubare Verpackungen eingesetzt wird. Darüber hinaus finden Krebstiermehle Verwendung in der Tierfutterproduktion , insbesondere für Fisch- und Garnelenfutter in der Aquakultur.